Dank Euch bereits über 300000 artgerechte Nistplätze/Jahr
Unsere Naturkinos
Warum der Begriff Insektenhotel irreführend ist:
Nisthilfen für Insekten werden meist als Insektenhotels bezeichnet – ein Begriff, der völlig falsche Vorstellungen weckt. Er klingt nach Wellnessurlaub: kurz einchecken, entspannen, gutes Gewissen inklusive. Doch so funktioniert Natur nicht.
In einem echten Naturkino passiert etwas viel Beeindruckenderes: Hier leisten Wildbienen und andere Insekten tagtäglich echte Schwerstarbeit. In ihrer kurzen Lebenszeit von 4–8 Wochen schaffen sie die Grundlage für die nächste Generation –Brutzelle für Brutzelle, mit beeindruckender Präzision und Fürsorge.
Das hat nichts mit einem Hotelaufenthalt zu tun, sondern mit Leben, Verantwortung und Naturkreisläufen. Wir finden: Wer das einmal beobachtet, sieht die Welt mit anderen Augen.
Unsere Produkte heißen deshalb Naturkinos– weil sie dir einen Platz in der ersten Reihe bieten. Zum Staunen, Lernen, Entspannen und Inspirieren. Denn: Was der Mensch nicht kennt, das schützt er nicht.
FAQ's:
Friedliche Insekten: In unseren sauberen Bohrungen können über 150 Insektenarten nisten. Dazu zählen über 40 Wildbienenarten, beispielsweise Mauerbienen, Maskenbienen, Scherenbienen, Mörtelbienen, Blattschneiderbienen und Löcherbienen.
Neben den Wildbienen kriegst Du vielleicht auch noch Besuch von über 100 anderen spannenden Sechsbeinern: Grillenjäger, Grabwespe, Schlupfwespe, Taufliege oder Trauerschweber.
Alle haben eines gemeinsam: sie leben solitär, also als Einzelkämpfer und sind vollkommen harmlos.
Wer nistet da jetzt in welchem Loch?
Das Thuenen Institut hat einen Ratgeber für die Bestimmung von 187 verschiedenen, hohlraumbesiedelnden Insektenarten veröffentlicht - klicke hier um zum Ratgeber zu gelangen
Die Nistgänge unserer Naturkinos sind immer mindestens das 10-fache des jeweiligen Durchmessers tief. Die kleinen Durchmesser (3-5 mm), die von den selteneren Arten genutzt werden, bohren wir noch tiefer: bis zur 15-fachen Tiefe des jeweiligen Durchmessers. So können die Wildbienen genügend Brutzellen für ein ausgewogenes Verhältnis von männlichen zu weiblichen Brutzellen anlegen. Je nach Bienenart haben wir 5-8 Zellen (davon 1-3 männliche Zellen) pro Loch an unserer Beobachtungsnisthilfe CineBiNi gezählt. Platz für eine Leerzelle, die als Schutzmaßnahme gegen hungrige Vögel dient, bleibt dabei auch. Also: alles perfekto für ein fulminantes Naturkino bei Dir Zuhause.
Achtung:
Auf SocialMedia kursiert ein stark polarisiertes Meinungsbild über die Länge von Nistgängen: "diese müssen mindestens 20 cm lang sein, sonst würden sie den Bienen nichts bringen, weil sonst nicht genügend Platz für weibliche Zellen wäre." Das stimmt nicht und ist aus ökologischer Perspektive differenziert zu betrachten.
Aufklärung:
Da wir es an guten Nisthilfen mit einer großen Anzahl an Arten und Ansprüchen an den Nistplatz zu tun haben, ist eine Generalaussage zur Länge der Löcher nicht passend und wird der Vielfalt der Wildbienen und anderen Insekten nicht gerecht.
Ganz grundlegend: Eine kleine Biene brauch im Vergleich zu einer großen Biene weniger Platz für den Bau ihrer Brutzellen - bei einer kleinen Maskenbiene wären 20cm Länge in einem 3mm großen Nistgang vollkommen überdimensioniert und unnatürlich. Zwar würde sich die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) über die 20cm langen Gänge freuen & richtig viele Brutzellen anlegen, jedoch zählt diese Art zu den häufigsten in unseren Siedlungsbereichen und muss aus Artenschutz-Perspektive eigentlich nicht noch weiter unterstützt werden.
Was nun?
Aus unserer Sicht sollten wir unser Augenmerk viel mehr auf die Vielfalt lenken: mit vielfältigen und vor allem vorwiegend kleinen Durchmessern von 3-8 mm kann man an einer guten Nisthilfe eine große Anzahl verschiedener Arten im Jahresverlauf beobachten und das Jahr gemeinsam mit den faszinierenden Insekten vor seiner Haustüre durchleben. Keine Monokultur für eine ohnehin sehr häufige Art, sondern einen Ort der Vielfalt.
Keine Sorge! Wildbienen sind in ihrem Verhalten äußerst friedlich.
Sie würden nur in für sie lebensbedrohlichen Situationen auf die Idee kommen, ihren Stachel einzusetzen.
Warum? Wildbienen leben als Einzelgänger, anders als die Honigbienen. In ihrer kostbaren, gerade mal 4-8 wöchigen Lebenszeit bauen sie Brutzelle für Brutzelle, um den Fortbestand der eigenen Art im nächsten Jahr zu sichern. Jeder Konflikt bedeutet die Gefährdung des Fortbestandes der eigenen Art.
Nein - lieber nicht!
Wildbienen-Nisthilfen dürfen naturbelassen bleiben. Oft neigt man dazu, die Löcher zu früh zu säubern, sodass lebende Insekten hinten in den Löchern durch die Säuberung getötet werden. Sollte deine Nisthilfe voll sein, kannst Du das Nistplatzangebot in der Umgebung erweitern.
Nach einigen Jahren & dauerhafter Vollbelegung kann eine bewusste Reinigung sinnvoll sein. Eine sichere Methode: verschlossene Nistgänge im Winter mit einem Tupfer Wasserfarbe markieren. Ist der Tupfer nach mehr als einem Jahr noch zu sehen, kann man mit ziemlich großer Sicherheit davon ausgehen, dass kein Leben mehr im Loch ist und man z.B. mit einem Pfeifenreiniger oder einem passenden Bohrer gut saubermachen kann.
Der perfekte Platz:
- Wildbienen lieben Morgensonne
- Ausrichtung der Löcher in südöstliche bis südwestliche Himmelsrichtung
- mind. 50cm über dem Boden gegen Spritzwasser
Gibts bei dir nicht? Keine Sorge!
Unsere Nisthilfen funktionieren fast überall - sogar auf dem Balkon im 5. Stock mitten in der Innenstadt.
Generell gilt:
- Je früher am Tag die Nisthilfe Sonne abbekommt, desto früher sind die Bienen aktiv
- Je witterungsgeschützter Du dein Naturkino hinstellst, desto besser für das Holz und die Larven der Wildbienen
- Schatten ab Mittag/Nachmittag ist wunderbar - zu heiß sollten die Larven in der Nisthilfe auch nicht werden
Ein passendes Nahrungsangebot mit heimischen Wildpflanzen im Umkreis der Nisthilfe ist das wichtigste für das Vorkommen der Sechsbeiner. Einfach mal anfangen und dein Umfeld beobachten.
Es ist verrückt, was da draußen alles wartet!
Weil ohne sie nichts läuft.
Wildbienen sind wahre Bestäubungsprofis: Sie sorgen dafür, dass Obstbäume Früchte tragen, Blumen blühen und unsere Natur lebendig bleibt. Viele Wildbienenarten bestäuben Pflanzen effizienter als Honigbienen – und sind unverzichtbar für die nachhaltige Bestäubung unserer Umwelt, unsere Ernährung und für die biologische Vielfalt.
Mit deinem Naturkino und deinem Einsatz für ein passendes Nahrungsangebot setzt du ein Zeichen für den Schutz dieser fleißigen Helden und inspirierst dein Umfeld.
Keine Angst vor hungrigen Gästen!
Wildbienen haben keine Zeit für Kuchen oder Limo und lassen dich ganz in Ruhe essen. Sie sammeln am liebsten den ganzen Tag Pollen und Nektar auf den Nahrungspflanzen in der Umgebung und bringen ihn als Nahrungsvorrat für die Nachkommen in die Löcher deiner Nisthilfe.